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Hardware

Die Hardware Ihres TIA Portal Projekts steht auf drei Ebenen zur Verfügung: Der Projekt-Explorer-Baum zeigt die Stationen, der Hardware-Editor bearbeitet Netzwerkeinstellungen und Karten-Startadressen und schreibt sie zurück ins Projekt, und über AML-Export und -Import (AutomationML) tauschen Sie die komplette Hardware-Konfiguration aus.

Geräte im Projekt-Explorer

Öffnen Sie den TIA-Portal-Container über die Activity-Bar (die Symbolleiste ganz links) und verbinden Sie sich mit einem Projekt. Der Projekt-Explorer in der Seitenleiste zeigt einen Hardware-Knoten, der die Geräte des Projekts auflistet:

Hardware
└── Station_1
    └── PLC_1 [CPU 1516-3 PN/DP]

Jede Station und jedes Gerät erscheint mit Name und CPU-Typ. Der Baum selbst ist eine Lese-Ansicht — PROFINET-Namen, IP-Adressen und Karten-Startadressen ändern Sie im Hardware-Editor (siehe unten); die komplette Konfiguration tauschen Sie per AML aus.

Der Hardware-Editor

Solange ein TIA-Projekt verbunden ist, öffnen Sie den Editor auf einem von drei Wegen:

  • Führen Sie TIA Portal: Hardware öffnen in der Befehlspalette (Ctrl+Shift+P) aus,
  • klicken Sie das Platinen-Symbol in der Titelleiste des Projekt-Explorers, oder
  • rechtsklicken Sie das Projekt im Baum und wählen Sie Hardware öffnen.

Der Editor öffnet sich als Tab TIA Hardware. Er erfordert den Pro-Plan oder höher — bei einem kleineren Plan erscheint stattdessen ein Upgrade-Dialog.

Stationen

Die obere Tabelle zeigt eine Zeile pro Station mit den Spalten Gerät, Typ, PROFINET Name, Artikelnummer, Firmware, IP-Adresse 1–4, Eingänge (E) und Ausgänge (A). Bearbeitbar sind der PROFINET Name und die vier IP-Adresse-Zellen — klicken Sie in eine Zelle und tippen Sie. Alle anderen Spalten sind schreibgeschützt.

Karten

Klicken Sie eine Station an, erscheint darunter die Tabelle Karten: Steckplatz, Karte, Bestellnr., Eingang Start / Ende / Länge und Ausgang Start / Ende / Länge. Bearbeitbar sind nur die Start-Bytes; Ende und Länge aktualisieren sich beim Tippen automatisch. Karten ohne Eingang oder Ausgang zeigen in den jeweiligen Spalten -1.

Eingabeprüfung

Ungültige Eingaben — eine fehlerhafte IP-Adresse, ein ungültiger PROFINET-Name oder ein Start-Byte außerhalb von 0–32767 — werden mit einer roten Markierung gekennzeichnet; ein Tooltip an der Zelle nennt den Grund. Das Speichern bleibt blockiert, bis alle markierten Zellen korrigiert sind.

Speichern

Klicken Sie Änderungen speichern (oder drücken Sie Ctrl+S), um Ihre Änderungen in das offene TIA-Projekt zu schreiben. Solange Änderungen ungespeichert sind, zeigt der Tab einen Punkt. Nach dem Speichern werden die Karten-Adressen automatisch neu geladen — TIA Portal kann benachbarte Adressen neu nummerieren, wenn ein Start-Byte verschoben wurde.

Schlagen einzelne Schreibvorgänge fehl, listet eine Meldung die betroffenen Geräte auf, und die fehlgeschlagenen Zeilen bleiben markiert — korrigieren Sie die Werte und speichern Sie erneut.

Hinweis: Eine geleerte IP-Adresse wird nicht ins Projekt geschrieben. Stellen Sie den Wert wieder her oder verwenden Sie Verwerfen.

Verwerfen, Aktualisieren und CSV-Export

  • Verwerfen macht alle ungespeicherten Änderungen auf einmal rückgängig.
  • Aktualisieren lädt die Tabellen neu aus dem Projekt; bei ungespeicherten Änderungen fragt der Editor zuerst nach, weil das Aktualisieren sie verwirft.
  • Als CSV exportieren speichert die Stationsliste über einen Dateidialog als semikolongetrennte CSV-Datei — die Datei öffnet sich direkt in Excel.

Ungespeicherte Änderungen

  • Trennen Sie die Projektverbindung mit ungespeicherten Änderungen, fragt ein Dialog nach Speichern, Verwerfen oder Abbrechen.
  • Geht die Verbindung zu TIA Portal verloren oder wechseln Sie zu einer anderen TIA-Portal-Instanz, werden ungespeicherte Änderungen mit einem Hinweis verworfen und die Ansicht lädt neu.
  • Schließen Sie den Editor-Tab mit ungespeicherten Änderungen, werden Sie zum Speichern aufgefordert.
  • Schließen Sie das Anwendungsfenster mit ungespeicherten Änderungen oder laden Sie es neu, fragt ebenfalls ein Dialog nach Speichern, Verwerfen oder Abbrechen.

AML exportieren und importieren

Die Hardware-Konfiguration wird als AML-Datei (AutomationML) ausgetauscht. Dafür gibt es zwei Befehle:

Export AML: Schreibt die Hardware-Konfiguration des verbundenen Projekts in eine AML-Datei — für Dokumentation, Versionsverwaltung oder die Übertragung in ein anderes Projekt.

Import AML: Liest eine AML-Datei zurück in TIA Portal, um eine Hardware-Konfiguration anzuwenden.

Beide Befehle starten Sie über die Befehlspalette (Ctrl+Shift+P) sowie über die Hardware-Auswahl in der Import-/Export-Ansicht: Wählen Sie den Hardware-Chip und verwenden Sie Export AML… oder Import AML…. Die Aktionen sind nur verfügbar, solange ein Projekt verbunden ist. Fortschritt und Ergebnis werden als Benachrichtigung angezeigt, und der laufende Vorgang lässt sich abbrechen.

Unterstützte Gerätetypen

  • S7-1200/1500 SPSen
  • WinCC Unified HMI-Panels
  • WinCC Comfort-Panels
  • SINAMICS-Antriebe
  • SCALANCE-Switches
  • ET 200 dezentrale Peripherie
  • Andere PROFINET-Geräte

Hinweise

  • Der Hardware-Knoten und der Hardware-Editor geben das Projekt so wieder, wie TIA Portal es meldet; mit Aktualisieren (oder dem Neuladen des Baums) sehen Sie an anderer Stelle in TIA Portal gemachte Änderungen.
  • AML-Export/-Import umfasst die komplette Hardware-Konfiguration, einschließlich PROFINET-Namen und IP-Adressen.
  • WinCC Unified-Geräte werden vollständig unterstützt.