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Blog
2026-08-12

FUXA Web-SCADA aus dem TIA Portal erzeugen

Ein SCADA für die Anlage zu bauen heißt normalerweise: Tags von Hand anlegen, Bilder zusammenklicken, Adressen abtippen. AnyAutomation Studio macht daraus einen Generator-Schritt: Aus dem OPC-UA-Adressraum deiner CPU entsteht ein komplettes FUXA-Projekt, auf Wunsch direkt auf die laufende FUXA-Instanz ausgespielt.

Video: FUXA Web-SCADA aus einem TIA-Portal-Projekt erzeugen

Das Video zeigt den kompletten Durchlauf in rund drei Minuten, vom TIA-Projekt bis zu Live-Werten im Browser.

Was ist FUXA?

FUXA ist ein Open-Source-Web-SCADA (MIT-Lizenz) von frangoteam: Prozessbilder laufen im Browser, der Server läuft zum Beispiel als Docker-Container. Es spricht unter anderem OPC UA und ist damit die passende Visualisierungsschicht neben dem TIA-Engineering, ohne Lizenzkosten pro Client.

Vom TIA-Projekt zum Dashboard

Der Weg in Studio, gebündelt auf einer SCADA-Seite plus Chat:

  1. Node-Set exportieren. Studio exportiert den OPC-UA-Adressraum der CPU direkt aus dem geöffneten TIA-Projekt, ganz ohne Online-Verbindung zur Steuerung.
  2. Signale wählen. Im Baum wählst du die Bausteine und Variablen aus, die ins SCADA gehören, Lese- und Schreibzugriff ist pro Signal gekennzeichnet.
  3. Screens von der KI. Der SCADA-Builder gruppiert die Signale in benannte Screens mit passenden Widgets: Werte, Eingaben, Schaltflächen, Lampen, Rundinstrumente, Schieberegler, Diagramme, Motoren, Ventile. Nachjustieren geht direkt im Chat.
  4. Generieren und ausspielen. Studio baut das FUXA-Projekt und spielt es auf deine Instanz, dabei wird das dort vorhandene Projekt vollständig ersetzt, Studio fragt vorher nach. Alternativ speicherst du es als Datei zum manuellen Import. Auch der FUXA-Container selbst lässt sich aus Studio heraus über Docker starten und verwalten.

Jeder Tag ist dabei an seine echte OPC-UA-Node-ID gebunden. Deshalb zeigen die Screens sofort Live-Werte, ganz ohne Nacharbeit im FUXA-Editor, von einer echten S7 genauso wie von PLCSIM.

Eigene Symbole

Eigene SVG-Symbole lassen sich als geschaltete Anzeigen einbinden: ein Symbol, eine Variable, zwei Farben für Aus und Ein. So bekommt das Dashboard den Look deiner Anlage, nicht den einer Widget-Bibliothek.

Fazit

Die Visualisierung muss kein eigenes Projekt neben dem Engineering sein. Mit dem Generator entsteht das FUXA-Dashboard aus denselben Daten wie das SPS-Programm, reproduzierbar und in Minuten statt Tagen. Die SCADA-Funktionen stehen ab der Pro-Lizenz zur Verfügung. Das Zusammenspiel mit KI im TIA Portal und dem übrigen Werkzeugkasten zeigt die Studio-Seite; FUXA selbst findest du auf GitHub.