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2026-07-19
SCL-Code mit KI generieren
Ein LLM schreibt dir einen SCL-Baustein in Sekunden. Die eigentliche Frage ist nicht, ob die KI Code kann, sondern wie der Code sicher ins Projekt kommt. Die Antwort ist ein Workflow mit Leitplanken.
Der Workflow
- Präzise vorgeben: Schnittstelle, Verhalten, Grenzfälle, Namenskonvention. Je konkreter die Vorgabe, desto weniger Nacharbeit. Beschreib das Problem, nicht die Syntax.
- Generieren: mit dem Modell deiner Wahl. Reasoning-Modell für knifflige Logik, schnelles Modell für Boilerplate, lokales Modell für vertrauliche Projekte.
- Importieren: nicht per Copy-Paste, sondern über die Openness-API, reproduzierbar und nachvollziehbar.
- Kompilieren: der Compile gegen das echte Projekt fängt halluzinierte Aufrufe und Typfehler ab, bevor sie jemand debuggen muss.
- Testen: SCL-Unit-Tests nageln das Verhalten fest. Erst grün, dann Review, dann Merge.
Was die KI gut kann
Boilerplate, Schnittstellen, Zustandsmaschinen, Kommentare, Umbau von KOP-Logik nach SCL, Refactoring bestehender Bausteine. Alles, was Muster hat, geht schnell.
Wo du aufpassen musst
- Erfundene Systembausteine: LLMs halluzinieren gelegentlich Aufrufe, die es nicht gibt. Das Compile-Gate fängt das ab.
- Timing und Hardware: Annahmen über Zykluszeit, Peripherie oder Alarmverhalten gehören von dir geprüft, nicht vom Modell geraten.
- Sicherheitsgerichtete Logik: F-Technik hat im LLM-Ausgang nichts verloren. Generieren ja, aber nur für Standard-Logik.
Fazit
KI-generierter SCL-Code ist kein Risiko, wenn der Weg ins Projekt durch Gates führt: Import über Openness, Compile, Unit-Test. Genau so ist der Fluss in AnyAutomation Studio gebaut, mit freier Modellwahl inklusive lokaler Option.